Wing Chun Verband Sachsen e.V.

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Unser Training Geschichte Wing Chun Prinzipien Graduierung

Wing Chun Prinzipien

Man bezeichnet Wing Chun als ein natürliches System. Was bedeutet das für den Lernenden?
Unser System sucht Lösungen und Antworten, die nicht künstlich erzeugt werden, sondern sich ganz im taoistischen Sinne fließend und entspannt den Aktionen des Gegners anpassen und zu unseren Gunsten nutzen.

Damit man die Aktionen des Gegners frühzeitig erkennen und vor allem spüren kann, wurde die so genannte Vorkampfstellung entwickelt. Hier wird bereits ein Prinzip verwirklicht, das Dreiecksprinzip lässt den Kämpfer mit seiner Vorkampfstellung in der Art eines mit der Spitze nach vorn gerichteten gleichschenkligen Dreiecks große Kräfte bereits natürlich ableiten. Wichtig sind dabei das Zentrallinienprinzip und die Umsetzung einer Reihe von zu erlernenden bedingten Reflexen. Das Verständnis und das daraus resultierende Vertrauen in den Schutz der eigenen Zentrallinie, diese geht vertikal so ziemlich mittig durch den Körper, durch die Vorkampfstellung und Anwendung bedingter Körperreflexe, gekoppelt mit den entsprechenden Körperwendungen und natürlichen Schritten, entwickelt den Anwender zu einem dynamischen und entspannten Wing Chun Kämpfer.

Um diese Ziele zu erreichen wird im Training auf einige weitere Prinzipien geachtet. Sie beschäftigen sich mit der Kraft des Anwenders im Verhältnis zur Kraft des Gegners. Erinnern wir uns: Eines der Ziele war ein dynamischer und entspannter Kämpfer.
Das Freimachen von eigenen Kräften und vor allem von Verspannungen des Körpers und der Seele stehen ganz am Anfang der Ausbildung.
Erst dann folgt der zweite Schritt und dritte Schritt, das Erkennen und Ausnutzen von Kräften, Verspannungen und Unflexibilitäten des Gegners.
Wie kann man diese Prinzipien der Kraftanwendung nun in Handlungsprinzipien verallgemeinern? Die Formen und das geniale Chi Sau lehren uns die einzelnen Bewegungen, sowie Bewegungs- und Handlungsmuster. Sunzi lehrt uns, einem gegnerischen Angriff niemals einen sicht- und spürbaren Widerstand entgegen zu stellen. Im Gegenteil, dort wo der gegnerische Angreifer gerade in unsere Balance eindringen will, findet er nicht uns, sondern eine große Leere. Doch im selben Moment kontern wir aus der Flanke heraus seinen Angriff und vernichten ihn.
Die gegnerischen Kräfte "aufzunehmen", sie für die Vergrößerung der eigenen Energie (durch das Drehtürprinzip) zu nutzen und somit auf den Angreifer zurück werfen zu können, ist die Aufgabe des Wing Chun Kämpfers.

Kontakt:

Wing Chun Verband Sachsen, seit 1996